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Kunst

ikdrawingz

»ikdrawingz« – ein Blogprojekt für eine brüderliche Welt

Der Name »ikdrawingz« geht nicht sofort ins Ohr. Wenn man aber einmal hinter diese Marke gesehen hat, jedoch ins Herz. Das Blogprojekt ist ein beredtes Symbol dafür, was das Internet mit all seinen Möglichkeiten bietet. Wie alle Instrumente der menschlichen Kultur hat auch das Internet janusköpfig beide Möglichkeiten. Man kann Hass verbreiten. Oder Kultur und Integration. »Alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt«. Das war ein Traum von Friedrich Schiller, der von keinem geringerem als Ludwig van Beethoven in grandiose Töne gesetzt wurde. Es erinnert an einen alten Traum der Menschheit. Gräben zu überwinden. Barmherzigkeit und Brüderlichkeit zu leben. Ismail Kayapınar lebt diesen Traum. Er ist es, der »ikdrawingz« ins Leben gerufen hat. Ursprünglich ein Instragramm-Projekt, denn der junge Künstler und Blogger kommt von der Zeichnung und fing dann ab 2011 an zu schreiben. Seit 2015 nun existiert »ikdrawingz« – Literatur für Rebellen und Weise. Und für Neugierige, Träumer und Realisten, möchte man hinzufügen. Ismail Kayapınar versucht mit dem Leser zusammen, die Welt zu verstehen. Er ist vom Beobachten der Welt bewegt und überträgt diese Bewegung auf die Leserinnen und Leser.

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Asisi Panometer Dresden - Eröffnung "Dresden 1945" am 23.01.2015 © asisi

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Foto Tom Schulze
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Yadegar Asisi: „Man darf nicht Richter sein“

Ich hatte erst gar nicht den Namen verstanden. Im Auto ist das immer so eine Sache. Ab 100 Stundenkilometer werden Wortbeiträge bei NDR-Kultur oder Deutschlandradio zu einem Aufmerksamkeitstraining. Jedenfalls in den Autos, die ich fahre. Und schließlich ist es bei fremden Namen nicht leicht für mein Hörverständnis. Das ist auch bei Kino- oder Buchbesprechungen so. Wenn man nichts zu Schreiben zur Hand hat, kann die Titelsuche problematisch werden. Ein Lob auf Google. Hier werden ähnliche Lautungen beim Suchen honoriert. Zumindest, wenn sie mit den entsprechenden Begriffen gepaart werden. Zuerst wollte ich schon wegschalten. Der Name klang fremd. Vielleicht arabisch. Ich hatte ihn noch nie gehört. Ein Interview über vierzig Minuten, bei dem der Befragte sich Musiktitel wünschen darf. Den Anfang hatte ich verpasst. Es ist ja schwierig, wenn man etwas über Kunst nur hört. Es sei denn, es handelt sich um Musik. Und moderne Kunst. Selten, dass die mich vom Hocker reißt. Und dennoch.

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